Cognitive Psychology, 2006-08-01

Module: 
Cognitive Psychology
Examiner: 
Schmalhofer
Assessor: 
Uwe Friese
Date: 
Tue, 2006-08-01

Datum: August 2006

Note: 1,0

Bereiche nach Zeit: Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wissensrepräsentation, Comprehension, Neuroscience Methoden, Emotionen, Versuchsplanung

Fragensammlung: wie lauteten die Fragen im einzelnen?

Sprache war Englisch, aber ich fasse auf Deutsch zusammen.
Eventuell (sogar sehr sicher) habe ich Dinge vergessen, aber hier ist der Ablauf so wie Ich mich erinnere:

Q: Was interessiert dich denn am meisten?
Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Wahrnehmung, Neurowissenschaften generell.

Q: Wie sieht es mit Aufmerksamkeit und Gedächtnis im Gehirn aus? Kann man da Schnittmengen finden?
Lautes Nachdenken ueber Amnesie, Neglect, Balint, Orienting Behaviours, Frontal Cortex und Amygdala.
Ich denke das habe ich 5 Minuten gemacht und Herr Schmalhofer scheint zufrieden.

Q: Es gibt da zwei gro§e Alternativen in der Wissensrepräsentation: Propositionen und Bilder. Erzähl mal!
Propositionen: Definitionen dann schnell zu Kintsch und Kintsch & VanDijk. Generelle Idee und Experimentelle Unterstützung. Alles sehr kurz.
Dann zu Images: Definitionen, Experimente & Phänomene und Kosslyn's Modell. Experimentelle Unterstützung dafür. Erwähne auch Mental Models in Comprehension und Deductive Reasoning.

Q: Nenne zwei Imaging Studien, die Licht auf die Images / Propositions Diskussion werfen
Ich nenne die Studie mit Motion Imagery und MT. Beschreibe kurz.
Danach nehme ich Damasio's Studie über lexical retrieval.

Q: Inferenzen beim Lesen. Welche Positionen gibt's da?
Minimalist
Search-after-meaning
Pros & Contras

Q: Wenn du eine fMRI Studie machen würdest... Thema weiss ich nicht mehr. Constraint: wenig Geld
Da kein Geld, verwerfe ich PET und MEG
Dann generelle Dinge über EEG und fMRI.

Q: Vergleiche source localization und fMRI
Ich schildere wie man source localization macht und was da für Annahmen reingehen und dass es durchaus Möglich ist, falsche Sources zu finden.

Q: Emotionen und Kognition. Was weisst du dazu?
Mood Congruity
Amygdala, LeDoux, Fear Conditioning und Emotionales Priming
Damasio's Somatic Marker Hypothesis, Orbitofrontal, Phineas Gage, Zwei Experimente

Dann stellt Uwe Friese Fragen zu Versuchsplanung:
Wie designen, wenn man nur wenige VPs hat?
Dann eine Frage zu statistischen Tests und p-Werten.
Bei beiden Fragen möchte er kurze low-level Antworten. Sehr machbar.

Was musste schriftlich gelöst werden?

Mental Rotation aufmalen

Persönlicher Kommmentar, Was war toll? Was war doof? Was war auffällig?

War eine tolle Prüfung. Die Stimmung war gut & locker und ich hatte sogar Spass.
Es war mehr eine Diskussion mit fliessenden Themen.

Auffällig ist Franz Schmalhofers Art, Fragen zu stellen. Man merkt schon, dass er bei Schlüsselideen auf Details (Name des Modells/ der Theorie, Hypothesen, Bewertung, Persšnlichkeiten, Alternativmodelle) wert legt. Wenn man die ungefragt mitliefert, sobald man etwas für wichtig hält, ist das wohl gut. Keine Ahnung, ob er nachhaken würde. Ich würde schätzen: ja.
Meistens sind seine Fragen allerdings ins Blaue gestellt und eventuell gibt es auch keine klare Antwort. Man muss dann mitspielen und laut nachdenken. Er macht auch ganz gerne mal das Gleiche und erwähnt z.B. ergänzende Studien.
Er philosophiert also manchmal vor sich hin und denkt mit. Er hat sogar aus Versehen eine von Uwe Frieses Fragen vor mir beantwortet.
Ich hatte auch das Gefühl, dass er testet ob man sich klar ist wie sicher der Boden ist, auf dem man sich bewegt. Er hat mehrmals versucht mich zu absoluten Statements zu bewegen. Man darf sich dann nicht immer drauf einlassen und muss sagen, dass bestimmte Dinge einfach unklar sind.

Meinem Gefühl nach war die Prüfung flüssig und wir sind von einer Antwort auf die andere gekommen.
Ich habe zwar auf Detailwissen gelernt, habe aber dann aber Hauptsächlich davon profitiert, die Zusammenhänge zu kennen. So kann man dem Gedankenfluss des Prüfers folgen.