Cognitive Psychology, 2003-06-16

Module: 
Cognitive Psychology
Examiner: 
Schmalhofer
Assessor: 
Sabine Reinhard
Date: 
Mon, 2003-06-16

Modulprüfung: Kognitionspsychologie Fachsemester: 6

Prüfer: Schmalhofer

Prüfungsdatum: 16.06.2003

Wiederholungsprüfung? nein

Beisitzer: Sabine Reinhard

Note: 2,0

Bereiche nach Zeit: (Aufmerksamkeit), Gedächtnis, Sprache, Asymmetrie der Hemisphären

Fragensammlung: wie lauteten die Fragen im einzelnen?

Welche Kapazitäten haben die einzelnen Speicher im multi-store approach?
Was sollte nach Baddley den short-term-Speicher ersetzen?
Welche Formen von Erinnerung gibt es?
Wie testet man explizite und implizite Erinnerung? -> u.a. Amnesie-Patienten
Was ist eine unabhängige/abhängige Variable? -> plus Anwendung auf das tobbogan-Experiment
Was sind die hauptsächlichen Symptome bei Brocas/Wernickes Aphasia?
Welche Unterschiede gibt es zwischen den beiden Gehirnhälften?

Was mußte schriftlich gelöst werden?

Ich sollte den multi-store approach von Atkinson aufmalen, mit einer späteren Unterteilung des short-term-Speichers nach Baddleys working-memory-Modell. Dann musste ich noch eine serial reaction curve zeichnen.
Habe dann noch freiwillig was zum tobbogan-Experiment gezeichnet und zur Asymmetrie der Hemisphären (Buchstabe, der aus vielen kleinen Buchstaben zusammengesetzt ist= Patienten mit einer beschädigten Hemisphäre, die unterschiedlich lokale und globale Muster wahrnehmen, siehe Gazzaniga & co)

Persönlicher Kommentar, Was war toll? Was war doof? Was war auffällig?

Toll war/ist, dass ich nun nichts mehr mit Herrn Schmalhofer zu tun haben werde.
Doof war der ganze Rest. Besonders auffällig war, dass Herr Schmalhofer vorgefertigte Antworten im Kopf zu haben schien, und wenn ich diese nicht genau sagte, war es eben nur halb-richtig oder er überhörte schlichtweg was ich sagte. (Beispiel: bei der Kurve fragte er was auf den Achsen stünde. Ich: Auf der y-Achse steht "Die Anzahl der richtig wiedergegebenen Items" und auf der x-Achse die "Zeit". Ersteres war wohl in Ordnung, statt Zeit wollte er aber "Reihenfolge" hören. - Das hat uns einige Momente gekostet)
Insgesamt folgte daraus, dass ich ihn als Prüfer alles andere als kooperativ oder unterstützend empfand

Wie waren Einstieg, Ablauf, Ende, Bewertung und Begründung?

Einstieg:
Man darf sich das erste Thema selbst aussuchen. Ich wollte darüber reden, wie selektiv und manipulierbar unsere Erinnerung ist(also Gedächtnisleistungen). Dummerweise habe ich in meiner Art "Einführung" ein Experiment aus Neurobiopsychologie erwähnt (man soll Ballwechsel eines bestimmten Teams zählen und konzentriert man sich völlig auf diese Aufgabe, so verpasst man einen Gorilla, der mitten durchs Bild läuft). Ich war fast schon auf dem Sprung zum nächsten, eigentlich Teil, da fing Herr Schmalhofer damit an, dieses Experiment genauer unter die Lupe zu nehmen und fragte mich nach Theorien über Aufmerksamkeit. Obwohl ich ihm mehrmals sagte, dass das nicht mein Wahlthema sei, und Aufmerksamkeit sowieso nicht zu den behandelten Kapiteln gehörte, musste ich mir einen Vortrag über eine Filter-Theorie und über das Cocktail-Party-Phänomen anhören...

Ablauf:

Nach diesem total missratenen Einstieg war ich nicht gerade in bester Stimmung, doch zum Glück kamen wir dann endlich zu vertrauten Themen. Als erstes zum multi-store approach, wobei ich einen weiteren Minus-Punkt damit sammelte, dass ich den short-term-Speicher nur mit "begrenzter Kapazität" beschrieb, anstatt Millers magische Zahl 7 zu erwähnen. (so viel zu den von vorneherein feststehenden Antworten...).
Dann ging's zum Zeichnen der Kurve (primacy und recency Effekt). usw., siehe Fragen oben

Ende:

Nach langen 40 Minuten und dem Satz "Man hat gemerkt, dass Sie alles gelesen haben." war endlich alles vorbei.

Bewertung und Begründung:

Lässt sich der Prüfer von den Antworten leiten?

Nein. Wie wohl schon deutlich wurde.

Zum Verhalten des Prüfers:

Wie gesagt, kam ich mit Herrn Schmalhofer nicht gut klar und fand sein Verhalten unmöglich. Besonders am Anfang. Jeder andere, etwas sozialer eingestellte Prof hätte gemerkt, dass "Aufmerksamkeit" nicht das Thema sein kann, auf das ich hinaus wollte, und hätte mir die Möglichkeit gegeben, auf das eigentliche Thema umzuschwenken. Aber nein, stattdessen hat er lieber selber geredet und später bei der Begründung meiner Note gesagt, dass es ihn verwundert hätte, dass ich auf mein Wahlthema so schlecht vorbereitet gewesen war. Spätestens da wäre ich am liebsten explodiert, -habe mich dann aber doch für den Abgang durch die Tür entschieden.