Cognitive Psychology, 2005-07-11

Module: 
Cognitive Psychology
Examiner: 
Prof. Dr. Franz Schmalhofer
Assessor: 
Dipl.-Psych. Hans-Peter Frey
Date: 
Mon, 2005-07-11

Modulprüfung: Kognitive Psychologie

Fachsemester: 5

Prüfer: Prof. Dr. Franz Schmalhofer, Dipl.-Psych. Hans-Peter Frey (Beisitzer)

Prüfungsdatum: 11.7.2005

Wiederholungsprüfung? nein

Note: A

Bereiche nach Zeit: Methoden der Neuropsychologie (ca.10-15min), eine Frage zu „Executive Functions“, ein
bisschen Sprachverständnis, Gedächtnis, Problemlösen, Cognitive Modeling (jeweils nur kurz, eben die restliche
Zeit)

Fragensammlung: wie lauteten die Fragen im Einzelnen?

- Zähle bitte zuerst einmal einige Methoden der Neuropsychologie auf.
- Probleme mit Läsionsmethoden?`
- Auflösung fMRI/EEG?
- Subtraction Method erklären
- EEG-Beipiel aus der Sprachforschung? ( N400 und Sematik, Experiment erklären)
- Was heißt denn N400 (Erklärung, wie die EKP-Wellen benannt werden)
- „Nun noch etwas inhaltliches zur Neuropsychologie:“ Executive Functions  Wo?
- Was war denn genau los bei H.M.? (hatte ich vorher bei den Läsionen mal erwähnt)  anterograde
Amnesie, K.F., double dissociation, ==> Atkinson&Shiffrin’s multi-store-model widerlegt (Modell
kurz erklären), weil sich zeigt, dass neue Inhalte auch ohne ständiges Rehearsal ins Langzeitgedächtnis
gelangen können
- Word-Superiority-Effect: Experiment erklären, Warum ist der Effekt so spannend?  Interactive
activation model von McClelland & Rumelhart, 1981
- Functional Fixedness: Was ist das? Nenne ein Beispiel ( Candle Problem)
- Means-End-Analysis erklären, ggf. Beispiel
- Was ist Cognitive Modeling? Wozu?  Nenne die wichtigsten Modelle
- Erkläre eines davon (entweder ACT oder Construction-Integration-Model)

<3>Was mußte schriftlich gelöst werden?
Nichts, man hat aber Blatt und Stift zur Verfügung. Ich fand das bei der Erklärung des Construction-Integration-
Models ganz hilfreich.

Welche Beispiele wurden wofür abgefragt?

Siehe oben

Persönlicher Kommmentar, Was war toll? Was war doof? Was war auffällig?

Gut ist, dass man sich das erste Thema aussuchen darf. Dieses Thema sollte man dann aber auch wirklich bis ins
letzte Detail können. Zu den anderen Themen kamen dann eher allgemeine und grundsätzliche Fragen, wobei
man die wichtigsten Experimente trotzdem kennen sollte. Doof war eigentlich nichts weiter.

Wie waren Einstieg, Ablauf, Ende, Bewertung und Begründung?

Einstieg:
Wir prüfen ja drei Bereiche, „Cognitive Psychology“, „Cognitive Neuropsychology“ und … was war denn bei
Dir das dritte?“ ( Cognitive Modeling). Was hat Dich denn am meisten interessiert? Damit fangen wir dann
übrigens auch an, Du solltest also auch etwas darüber wissen.
Ablauf:
Siehe oben. Wobei ich nicht mehr genau weiß, ob die Fragen genau in der Reihenfolge kamen. Manchmal ging
es alles etwas durcheinander. Ansonsten hat Herr Schmalhofer auch ganz gern mal selbst ein bisschen was
erzählt oder erklärt, was sich aber wohl nicht negativ auf die Note ausgewirkt hat.
Ende:
(so ziemlich in der Mitte meiner Erklärung des Construction-Integration-Models):
“Sehr schön. Leider ist die Zeit jetzt vorbei, auch wenn wir noch eine Stunde prüfen könnten.“
Dann das übliche Prozdere: raus, kurz warten, wieder rein, Note und Begründung abholen.
Bewertung und Begründung:
Von der Bewertung war ich positiv überrascht  hätte es schlechter eingeschätzt. Von daher konnte ich auch
die Kritikpunkte (einiges wusste ich eben einfach nicht) auch gut nachvollziehen.

Lässt sich der Prüfer von den Antworten leiten?

Teils teils. Man sollte schon aufpassen, dass man nichts erwähnt, wovon man keine Ahnung hat, denn er kommt
auf einiges zurück. Andererseits sollte man sich aber auch nicht die Hoffnung machen, die ganze Prüfung allein
durch geschickte Gesprächsführung und schöne Überleitungen bestreiten zu können, er springt auch gern mal
wild von einem zum nächsten Thema.

Zum Verhalten des Prüfers:

Nett und freundlich, manchmal etwas durcheinander bzw. unaufmerksam (manche Dinge hatte ich gesagt, er hat
dann noch etwas unzufrieden weitergebohrt und als ich genau das Gleiche wiederholt habe, war er ganz
begeistert und meinte, genau darauf wollte er hinaus), fair. Wie gesagt, manchmal erklärt er zwischendurch auch
ganz gerne selbst etwas. Hr. Schmalhofer prüft weitgehend alleine, höchstens ab und zu mal eine Frage des
Beisitzers.

Sonstige Hinweise:

Hr. Schmalhofer schränkt zwar den Themenbereich nicht groß ein, die Prüfung geht aber nur über
Vorlesungsthemen. Man kann mit ihm absprechen, dass das Buch die Grundlage stellt, welches in dem Jahr, in
dem man selbst die Vorlesung gehört hat, verwendet wurde. Ansonsten ist es – meinem Gefühl nach – ganz
ratsam, sich vorher noch einmal anzusehen, auf welche Gebiete er besonders Wert gelegt hat und worüber er so
forscht. (Wie immer ;))