Computer Linguistics, 2002-08-28

Module: 
Computer Linguistics
Examiner: 
Peter Bosch
Assessor: 
Sabine Reinhard
Date: 
Wed, 2002-08-28

Modulprüfung: Computerlinguistik Fachsemester: 4

Prüfer: Peter Bosch + Sabine Reinhard

Prüfungsdatum: 28.08.2002

Wiederholungsprüfung? nein
Beisitzer: s. Prüfer

Note: A

Bereiche nach Zeit: Morphology, Lexicon & FSTs,
Context-Free-Grammars und Syntax & Parsing je 10 min

Fragensammlung: wie lauteten die Fragen im einzelnen?

Das Erstaunliche an dieser Prüfung war, dass so gut wie keine
Fragen kamen. Ich musste schlicht und einfach vortragen.
Das wusste ich natürlich nicht vorher, deshalb haben bei dieser
Prüfung auswendig gelernte Definitionen oder Sonstiges nichts
gebracht. Die brauchte man also gar nicht zu erwähnen.
Eher war es wichtig, den Vortrag interessant zu gestalten, gut zu
formulieren und die Themen sehr verständlich darzustellen. Es kam
besonders gut an, wenn man selber die Themen nach dem Prinzip
"Wofür braucht man Parser/CFGs/... denn eigentlich?" einleitete.
Das konnte man den Prüfern am Gesicht ablesen.

Man musste in der Lage sein, von der relativ formalen Art in
Büchern, Skripten etc. zu abstrahieren und die Themen mit eigenen
Worten so darzustellen, wie man es verstanden hatte - nicht wie
man es gelernt hatte.

Was mußte schriftlich gelöst werden?

Eigentlich nichts, aber ich wollte unbedingt Beispiele für
Morphologie aus meiner "agglutinativen" Muttersprache aufmalen. ;-)
Durfte ich natürlich. Hat Beigeisterung ausgelöst.

Welche Beispiele wurden wofür abgefragt?

Es wurden keine Details abgefragt, das "allgemeine Verständnis"
war hier gefragt. Bei meinen Themen (s.o.) waren das: Der
Unterschied zwischen CFGs und Regulären Grammatiken, warum
man CFGs braucht, wie wird Morphologie in der CL angewendet
(FSTs, Drei-Stufen-Morphology), Parsstrategien.

Persönlicher Kommmentar, Was war toll? Was war doof? Was war
auffällig? Wie waren
Einstieg, Ablauf, Ende, Bewertung und Begründung?

Toll: Eine tolle Art zu prüfen, da man als Student/in die Chance hat,
das vorzutragen, was man auch gut verstanden hat. Dabei sollte
man aber nicht zu langweiligen Inhalten ausweichen, demotiviert
auch die Prüfer. Also ruhig auch mal etwas schwierigere Themen
ganz primitv darstellen.

Einstieg: "Fangen Sie doch mit Ihrem Lieblingsthema an."

Ende: "Eine Frage zuletzt: Was hat der Earley Parser mit Kognition
zu tun?"

Lässt sich der Prüfer von den Antworten leiten?

Absolut.

Zum Verhalten des Prüfers/Beisitzers:

Beide waren sehr nett, gut
gelaunt, aufmerksam und haben sogar gelacht, als ich so begeistert
vom Earley Parser erzählte ("Toll! Wo gibt's den zu kaufen? Wie
teuer ist er?"). Sehr humorvoll und locker