Artificial Intellicence,

Module: 
Artificial Intellicence
Examiner: 
Helmar Gust
Assessor: 
Kai-Uwe Kühnberger

Wiederholungsprüfung? nein

Note: 1.0 /A

Voraussetzungen: ein Paper zum Thema Formal Concept Analysis / Fuzzy Logic / Ontology Building, (Methods of AI)

Bereiche nach Zeit: Zusammenfassung: 15 min, Kritik: 15 min, Diskussion: 10 min

Vorbereitung:

Vorher soll man 3 Themenbereiche angeben, aus denen man ein Paper bearbeiten will.
Man bekommt eine Woche vor der Prüfung das Paper geschickt, aus einem der Themenbereich meistens. (bei mir waren das zwei Bereiche, die ich angegeben hatte: Ontologies, Fuzzy Logic).

Man hat in der Woche schon ganz gut zu tun:
-tief in das Paper eintauchen, am besten wirklich alles verstehen
-auch seine Autoren genau unter die Lupe nehmen (was machen sie sonst? was haben sie danach gemacht?)
-relevante Papers aus der Referenzliste sollten vielleicht auch überflogen werden.
-Methodik und Evaluation abklopfen, ob man (begründet) kritisieren kann
zum Thema allgemeine AI-Themen lernen:
-man wird sich nie wirklich weit vom Thema des Papers entfernen. Also:
-sehr gut vorbereiten auf die Hintergrund-Thematik des Papers
-ziemlich gut vorbereiten auf eng verwandte Bereiche: Vorgängertheorien, Nachfolger, und auch wichtig: Konkurrenztheorien (bei mir wars -wie vorhergesehen- Probability vs Fuzzy Logic)
-den Rest kann man soweit vernachlässigen, wie man sich das eben traut :-) Besser auf einige Themen gut als auf viele so lala vorbereitet sein!

Ablauf:

Im Gegensatz zu früher halten sich die Prüfer inzwischen die meiste Zeit zurück. Sie geben nur kurz den Ablauf vor, und bis das Paper kritisiert wurde, sagen sie eigentlich gar nix.

-Zusammenfassung:
wirklich nur zusammenfassen, nicht zu lange brauchen 10,15 Minuten sind schnell vorbei. Details, wenn sie wichtig sind, Bewertung für später aufheben!
-Kritik:
Erstmal in den Gesamtkontext der wissenschaftlichen Forschung einordnen (was haben sie vorher gemacht? Ist die Fragestellung aktuell?) Bei mir war nett, dass ich eine vorherige Version im Internet gefunden hatte, wo sie extrem weniger Buzzwords benutzt hatten).
Dann macht es Sinn, sich auf einzelne Vorgehensweisen zu stürzen und sie auseinanderzunehmen. Bei mir war das hauptsächlich ein distance measurement, dass ich überhaupt nicht verstanden habe. Ich habe gesagt, dass ich es nicht geschafft habe, damit sinnvolle Berechnungen zu machen und habe vermutet, was daran falsch ist. Das kann schon reichen... Man sollte sich sicher nmicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, oder die Autoren beschimpfen, aber mit dem richtigen Ton sind Kritikpunkte seitens
der Prüfer sehr erwünscht.

Allgemein gilt: ruhig selbstsicher auftreten. Bis hierhin muss man das Programm runterspielen, ohne viel Feedback zu kriegen. Ist halt so.

-Diskussion:
Dann fängt einer an, was zu fragen. Beispielsweise: "Hmm.. was wäre wenn man mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten würde?" (Hinweis auf Probability). Gut, wenn man da vorbereitet ist, aber man kriegt sonst auch ein bisschen Hilfe.
Hier entwickelt sich dann eine nette kleine Diskussion über einige verwandte Gebiete und wenn sie Lust haben, endet es mit der Standardfrage: "Was hat denn das Paper mit Cognitive Sciences" zu tun?

Benotung: Gut, ich kann mich natürlich nicht beklagen. Sie haben ne Weile
besprochen, also ich glaube, man ist dort recht kulant.

Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Prüfung ist ziemlich gut, ausserdem hat man sich dann mal mit einem Paper wirklich auseinandergesetzt (anstatt es nur für ein Seminar zusammenzufassen). Ruhig machen!